AD Germany Web August 2018

Daria Zinovatnaya lässt mit ihren Entwürfen virtuelle Designfantasien Wirklichkeit werden

AUTHOR: SALLY FULS | FOTO: DARIA ZINOVATNAYA

Russischer Konstruk­tivismus: Daria Zi­novatnaya entwirft ­ihre expressiven Designs als 3-D-Visualisierungen am Computer, hier zu sehen: Objekte der Kollektion „Cherokee“. (Foto: Daria Zinovatnaya)


Mit ihren Entwürfen verhilft die russische Designern grafischen, verspielten Räumen und Möbeln zum Ausbruch aus den digitalen Gefilden der Renderings.

 

Einem Ding Farbe zu geben, räsonierte der Bauhäusler Johannes Itten sinngemäß, sei in etwa das Gleiche, wie ihm Leben einzuhauchen. „Und da Farbe die Basis all meiner Arbeit ist, halte ich das für sehr wahr.“ So wahr, dass Daria Zinovatnaya gleich eine ganze Kollektionnach nach Itten benannte. Die russische Designerin studierte erst Kunst, dann Architektur und arbeitete danach als 3D-Artist beim Film.

 

Vielleicht auch deshalb sind ihre Entwürfe (trotz dramatischer Farben und expressiver Formen) stets als Ensemble in einer setartigen Komposition gedacht – was vor allem die poppigen Interiors beweisen, die Zinovatnaya am Computer entwirft. „Ich beginne immer mit der Gestaltung von Wänden, Decken und Böden, erst dann kommen die Möbel ins Spiel.“ Zuallererst geht es der Designerin nämlich um Schönheit. „Klar, die Funktion ist wichtig, aber Schönheit ist das höhere Gut. Sie ist Inspiration und Sinnesfreude zugleich.“

Designerin Daria Zinovatnaya. (Foto: Kamilla Hanapova)

Gebaut werden die Prototypen dann aus Metall, Holz, Glas, Kunststoff oder Keramik in ihrem kleinen Studio in Sankt Petersburg. Hier die Kollektion „Itten“. (Foto: Daria Zinovatnaya)

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